Wie alles begann: Von Lothar Guntermann
Mit Herz und Stimme
Im Frühsommer 2006 nahm das Schicksal von Bad Fredeburg seinen Lauf – nicht mit Pauken und Trompeten, sondern mit Terrassenmöbeln und Manfred Büchel. Manfred, Ur-Fredeburger mit frisch erworbener Kölner Chor-Erfahrung, schwärmte vom gemischten Chorsingen in der großen Stadt. Und wie das so ist: Wenn einer begeistert erzählt, denkt der andere nicht „nett“, sondern „will ich auch!“
Ich meinte also: Ein gemischter Chor in Fredeburg wäre klasse – aber bitte mit modernerem Liedgut. Pop, Gospel, Traditionelles, gerne bunt gemischt. Das Problem: Damals gab es hier vor allem zwei bewährte Klassiker: Kirchenchor oder Männergesangverein. Solide, ehrwürdig – aber nicht ganz das, was mir vorschwebte.
Manfred ließ den Satz fallen, der ganze Orte verändert: „Dann gründe doch selber einen.“
Keine PowerPoint, keine Vereinsstrategie – nur dieser eine Tipp. Und der blieb hängen wie ein Ohrwurm.
Ich sprach Freunde und Bekannte an, die wiederum andere ansprachen, und plötzlich bekam das Ganze eine Eigendynamik: Viele sagten sinngemäß „Ich kann nicht wirklich singen, aber ich hätte Lust.“ Genau das ist ja oft der Rohstoff für die besten Projekte. Im Sommer 2006 war klar: Genug Gleichgesinnte sind da.
Nur ein Chorleiter fehlte noch – und der war anfangs ungefähr so leicht zu finden wie eine freie Bank beim Schützenfest. Die Lösung kam dort, wo man 2006 zuverlässig Menschen kennenlernte: beim Rudelgucken zur Fußball-WM. Da trafen wir Martin Demmerling: Musiklehrer an der Realschule, Chorleiterausbildung – also jemand, der wusste, wie man aus vielen Stimmen etwas macht, das nicht nach „fröhlichem Vogelmarkt“ klingt.
Mit einem kleinen Kreis (Stefan, Christoph, Annette, Martin und ich) wurde in Guntermanns Stuben vorbesprochen: Probenort, Ausrichtung, Grundidee. Und die war angenehm bodenständig: kein Leistungschor, keine Wettbewerbsmission. Es sollte vor allem um die Freude am gemeinsamen Singen gehen – offen im Liedgut, von Popsongs über Gospels bis zu traditionellen Stücken, gern a cappella.
Und dann kam die vermutlich ehrlichste Werbebotschaft, die je ein Chor hatte:
„Es ist nicht schlimm, wenn man schräg singt.“
Das war nicht nur Motto, das wurde Programm – und führte ziemlich logisch zur Namensgebung: „Schräger Chor“.
Am Donnerstag, 7.9.2006, fand die erste Probe in der Realschule Bad Fredeburg statt – mit 35 Sängerinnen und Sängern. Schon im ersten Jahr stabilisierte sich die Zahl bei etwa 45. Die Realschule wurde zur Heimat der wöchentlichen Proben – zuverlässig wie ein Montagmorgen, nur deutlich besser gelaunt.
Nach wenigen Proben fand jede und jeder die passende Stimme. Unter Martins Leitung starteten wir mit einfachen Stücken wie dem Kanon „Zwei kleine Wölfe“ und dem Klassiker „Barbara Ann“ – denn man muss ja wissen, wo man herkommt, bevor man groß raus will. Und natürlich kam bald der Wunsch: Wir wollen auftreten! Das passierte am 3.6.2007 beim ersten Auftritt im Seniorencentrum St. Raphael.
In den folgenden Jahren war der Schräge Chor immer wieder dabei, wenn Fredeburg zusammenkommt: bei Konzerten benachbarter Chöre, beim Seniorennachmittag des Schützenvereins, beim Adventskonzert in der St.-Georg-Kirche. Ein erstes eigenes Konzert mit dem Kölner Chor O’ de Cologne gab es am 21.11.2009 in der Aula der Landjugendakademie. Zum 11-jährigen Jubiläum folgte am 24.11.2017 ein großes Konzert mit dem Hagener Chor Kreuz & Quer in der Musikakademie Bad Fredeburg.
Und das Wichtigste: Der Schräge Chor war nie nur ein Chor. Er ist eine Chorgemeinschaft – herzlich, verbindlich, wie man es von früher kennt und heute umso mehr schätzt. Mit Feiern, Ausflügen und vielen Stunden, die beweisen: Man kann schräg singen – aber zusammen klingt’s gleich viel besser.






Unser Chorleiter

Martin Demmerling
Unser Vorstand

Lothar Guntermann
1. Vorsitzender

Ruth Beule
2. Vorsitzende

Sabine Jakob
Kassiererin
Repertoire
Eine Auswahl unseres Aktuellen Programms – von Klassikern bis zu modernen Songs
- Altes Fieber – Die Toten Hosen
- As Tears Go By – The Rolling Stones
- Fix You – Coldplay
- Freiheit – Marius Müller-Westernhagen
- Hallelujah – Leonard Cohen
- Let It Be – The Beatles
- Sie hört Musik nur wenn sie laut ist – Die Ärzte
- Tears in Heaven – Eric Clapton
- The Sound of Silence – Simon & Garfunkel
- Wunder gescheh’n – Nena
- You Are the Voice – John Farnham
- Barbara Ann – The Beach Boys
- Da Doo Ron Ron – The Crystals
- For the Longest Time – Billy Joel
- Goodnight, Sweetheart – The Spaniels
- Hit the Road Jack – Ray Charles
- I’m Gonna Sing – (auch Gospel/Spiritual)
- Im Wagen vor mir – Henry Valentino
- Lollipop – The Chordettes
- Mah Nà Mah Nà – The Muppets
- The Lion Sleeps Tonight – The Tokens
- Bridge Over Troubled Water – Simon & Garfunkel
- Fairytale of New York – The Pogues
- Morning Has Broken – Cat Stevens
- Nur in der Stille – nach „Morning Has Broken“
- Scarborough Fair – traditionell
- Streets of London – Ralph McTell
- Vem kan segla förutan vind – schwedisches Volkslied
- Fairytale of New York – The Pogues
- Irish Blessing – traditionell
- Freiheit – Westernhagen
- Im Wagen vor mir – Henry Valentino
- Wunder gescheh’n – Nena
- Spät dran – Oliver Gries
- Da berühren sich Himmel und Erde – traditionell
- Heut kommt der Hans zu mir – traditionell
- Scarborough Fair – traditionell
- Thommer Bergmannslied – regional traditionell
- Vem kan segla förutan vind – traditionell
- Dat Wasser vun Kölle – Kölsch
- Think of Me – Südafrika
- Climbing Up the Mountain – Spiritual
- Glorious Kingdom – Spiritual
- Go Down, Moses – Spiritual
- Good News – (wahrsch. Gospel)
- Heaven Is a Wonderful Place – Gospel
- I’m Gonna Sing – Spiritual
- Kumbaya, My Lord – traditionell
- O Freedom – Spiritual
- Sinner, You Know – Spiritual
- Da berühren sich Himmel und Erde
- Happy and Free – Lorenz Maierhofer
- Irish Blessing
- Tochter Zion, freue dich
- Happy Xmas (War Is Over) – John Lennon
- Kling, Glöckchen, klingelingeling
- Leise rieselt der Schnee
- Tochter Zion, freue dich
- Geburtstagsständchen „Du bist heute nicht allein“
- Happy Birthday – Stevie Wonder
- Gabriellas Song – „Wie im Himmel“
- Medley aus dem Dschungelbuch – Disney